Kurzzeitpflege: Diese Möglichkeiten bestehen

Montag, 11.09.2017

Mit den Mitteln der Kurzzeitpflege können sich Pflegebedürftige bis zu acht Wochen im Kalenderjahr stationär betreuen lassen. Die Kosten dafür übernehmen die Pflegekassen, wobei der Betrag gedeckelt ist.

Genutzt wird die Kurzzeitpflege vor allem in Fällen, in denen die häusliche Pflege durch Angehörige temporär nicht erfolgen kann, oder einfach eine Pause nötig ist. Auch nach einem Krankenhausaufenthalt wird die Chance zur Kurzzeitpflege von vielen ergriffen.

Wer besitzt einen Anspruch?

Die Kurzzeitpflege wurde 2016 stark erweitert. Hatten bis dahin nur Personen mit Pflegestufe 0 (Demenz) sowie 1 bis 3 Anspruch, können die Leistungen nun auch jene in Anspruch nehmen, die aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit plötzlich pflegebedürftig sind.

Nach der Umstellung bei den Pflegestufen ab 2017 haben Menschen im Pflegegrad 2 bis 5 einen Anspruch. Betroffene mit plötzlichem Bedarf kommen wie erläutert hinzu.   

Kurzzeit- und Verhinderungspflege 

Die Verhinderungspflege erfolgt zuhause, nicht stationär. Einfluss auf die Kurzzeitpflege hat sie vor allem in finanzieller Hinsicht. So errechnet sich der Maximalbetrag von 3.224 Euro für die Kurzzeitpflege zur Hälfte aus nicht genutzten Mitteln der Verhinderungspflege. Wurden bereits Leistungen für die Verhinderung in Anspruch genommen, fallen die verfügbaren Mittel für die Kurzzeitpflege also entsprechend geringer aus. Ihr alleiniger Maximalbetrag liegt bei 1.612 Euro.

Der Zuschuss wird in den Pflegegraden 2 bis 5 pauschal in selber Höhe gewährt. Hinzu kommen zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach §45b SGB XI für die Pflegegrade 1 bis 4 von 125 Euro monatlich, im Pflegegrad 5 sind es 215 Euro.

Alle weiteren Kosten tragen die Pflegebedürftigen selbst. Ist dies nicht möglich, sind Angehörige oder das Sozialamt gefragt.

Wie erhält man Kurzzeitpflege?

Kurzzeitpflege muss beantragt werden. Formulare für Personen mit Pflegegrad stellen die Pflege- und Krankenkassen bereit. Wer aufgrund eines Unfalls oder einer plötzlichen Krankheit Kurzzeitpflege benötigt, wendet sich per Mail oder Telefon an die Krankenkasse.  

Begleiterin für Rollstuhlfahrer im Park

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11.09.2017 10:25
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