Ihre Rechte rund um den Urlaub

Montag, 03.04.2017

Arbeiter und Angestellte, Auszubildende und arbeitnehmerähnliche Personen – sie alle haben ein Recht auf Urlaub. Im Detail gibt es Unterschiede, im Grundsatz jedoch nicht: Für alle gelten die Regeln des BurlG, des Bundesurlaubsgesetzes, seit weit über 50 Jahren schon.   

 

Wer Arbeitslosengeld II bezieht, besitzt keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub. In den meisten Fällen wird die Arbeitsagentur aber dennoch bezahlten Urlaub genehmigen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Urlaub rechtzeitig angemeldet wird und keine Arbeitsmaßnahmen geplant sind.

Wie viel Urlaub steht Arbeitern und Angestellten zu?

Das Gesetz sieht einen Urlaubsanspruch von jährlich mindestens 24 Tagen vor. Allerdings wird dabei eine 6-Tage-Arbeitswoche zu Grunde gelegt. Wer, wie üblich, fünf Tage in der Woche arbeitet, hat Anspruch auf mindestens 20 Urlaubstage. Bei Teilzeit wird der Urlaub entsprechend anteilig gewährt. Ein höherer Urlaubsanspruch ist über Regelungen im Tarif- und/oder Arbeitsvertrag jederzeit möglich.

Alter und Betriebszugehörigkeit spielen beim Urlaubsanspruch keine Rolle. Kollegen im selben Job müssen daher auch beim Urlaub gleich behandelt werden. Ausnahme: ein zusätzlicher Anspruch aufgrund einer Behinderung (fünf Tage mehr) oder für Jugendliche unter 18 Jahren.

Was ist, wenn Sie im Urlaub krank werden?  

Wenn Sie im Urlaub erkranken, bleibt Ihr Urlaubsanspruch erhalten. Sie dürfen die Tage allerdings nicht direkt anhängen, sondern müssen zunächst an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Hier werden Ihnen die Tage nach Vorlage des ärztlichen Attests wieder gutgeschrieben.

Was ist, wenn Sie Ihren Urlaub nicht nehmen?

Der Anspruch auf Urlaub verfällt zum Jahresende. In Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Krankheit, ist eine Fristverlängerung bis 31. März des Folgejahres möglich. Das gilt auch, wenn betriebliche Gründe für den Verzicht verantwortlich waren. Im Mutterschutz gelten weit längere Fristen.

Können Sie sich den Urlaub auszahlen lassen?

Eine Vergütung des Anspruchs ist nur möglich, wenn das Arbeitsverhältnis beendet wurde – nicht jedoch bei einer Verschiebung aus privaten oder betrieblichen Gründen. Hiermit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Sich im Urlaub erholen sollen. Arbeiten dürfen Sie in dieser Zeit nicht.

Hinweis: Im Falle einer Kündigung wird der Urlaub anteilig ausgezahlt. Das gilt jedoch nicht für die zweite Jahreshälfte. Hier besteht immer der volle Urlaubsanspruch. Haben Sie Ihren Jahresurlaub bereits genommen und scheiden dann aus, hat der Arbeitgeber keinen Anspruch auf Erstattung.

Familie im Urlaub

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