Ihr Versicherungsschutz auf dem Arbeitsweg

Montag, 10.04.2017

Jeder Arbeitnehmer, Schüler, Auszubildende und Student ist nicht nur während seiner Arbeit oder Ausbildung gegen Unfälle versichert, sondern auch auf dem Weg dorthin und zurück. Das sollten Sie über die Versicherung auf dem Arbeitsweg wissen.

Der Arbeitsweg beginnt vor der Haustür und endet am Tor des Betriebsgeländes oder des Schulhofs. Übernachten Sie bei Ihrer Freundin oder Ihrem Freund und beträgt der  Aufenthalt dort mindestens zwei Stunden, ist auch dieser Weg versichert. Sind wegen der eigenen Berufstätigkeit Kinder zur Krippe, in den Kindergarten oder zur Tagesmutter zu bringen, wird dieser Umwege anerkannt und ist abgesichert. Auch auf dem Weg zur Kantine oder zum Imbiss in der Mittagspause besteht Versicherungsschutz.

Erledigungen wie Einkäufe oder ein Arztbesuche auf dem Heimweg werden von der Versicherung hingegen ausgenommen, ebenso grobe Fahrlässigkeit zum Beispiel durch Alkohol oder Drogen.

Arbeitsweg nicht vorgeschrieben

Die Versicherung auf dem Arbeitsweg greift unabhängig von der Art des Verkehrsmittels. Selbst ein Skateboard ist zur Fortbewegung gestattet. Der Arbeitnehmer muss nicht unbedingt den kürzesten Weg wählen. Auch der verkehrsgünstigste, sicherste, schnellste oder kostengünstigste Weg ist als „unmittelbarer Arbeitsweg“ akzeptiert.  

Regelung bei Zweitwohnung am Arbeitsort

Wer einen zu langen Arbeitsweg hat, um jeden Tag zu pendeln, ist auf der Fahrt zwischen Wohnort und Zweitwohnung sowie zwischen Zweitwohnung und Firma ebenfalls versichert. Bei Fahrgemeinschaften von mehreren gesetzlich versicherten Personen dürfen auch verschiedene Arbeitswege kombiniert werden.

Welche Schäden bezahlt die Versicherung auf dem Arbeitsweg?

Die gesetzliche Unfallversicherung reguliert Gesundheitsschäden, keine Sachschäden. Das zerbeulte Auto wird nicht ersetzt, ebenso wenig zerrissene Kleidung. Die Versicherung auf dem Arbeitsweg kommt lediglich für die ärztlichen Behandlungs- und Rehabilitationskosten des Arbeitnehmers auf. Sie übernimmt außerdem Geldleistungen im Falle einer Umschulung, für Lohnausgleich (Verletztengeld, Verletztenrente) oder eine Hinterbliebenenrente.  

Die Versicherung auf dem Arbeitsweg für sogenannte Wegeunfälle wird von der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen, die auch für Arbeitsunfälle aufkommt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dafür in eine der neun Berufsgenossenschaften einzuzahlen. Ehrenamtliche Helfer sind über die 27 Unfallkassen des Bundes, der Länder und Gemeinden abgesichert. Gemeinsamer Spitzenverband ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV. 

Unfall auf dem Arbeitsweg

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10.04.2017 16:57
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