Auf den Leim gegangen: So widerrufen Sie die Abofalle

Montag, 31.07.2017

Sie sitzen in der Abofalle? Das geschieht leider häufiger als man glaubt, auch versierten Internet-Usern. Wir raten: Wer hereinfällt, sollte mit Gelassenheit wieder herausklettern und für die Zukunft lernen. So widerrufen Sie die Abofalle.

Mit Abofallen versuchen dreiste Betrüger an Ihr Geld zu kommen. Angeboten werden meist Download-Produkte: Spiele, Updates, Informationen und anderes mehr. Dabei wird vor dem Kunden bewusst versteckt, dass es sich um ein kostenpflichtiges Abonnement handelt. In vielen Fällen wird nicht einmal klar, dass überhaupt bezahlt werden muss.

Betrug ist keine Vertragsbasis

Hätten Sie dieses Abo auch abgeschlossen, wenn Ihnen die Konditionen bekannt gewesen wären? Wahrscheinlich nicht, denn dass es sich um ein kostenpflichtiges Angebot gehandelt hat, stand wahrscheinlich nur irgendwo im Kleingeruckten. Genau das jedoch untersagt der Gesetzgeber, was einen rechtsgültigen Vertrag und damit eine Zahlungspflicht verhindert.

Das Prinzip der Betrüger

Im Grunde geht es um eine wirksame Drohkulisse, denn viele Menschen zahlen lieber, als zum Anwalt zu gehen. Aus diesem Grund erhalten Sie nach der ersten (unbezahlten) Rechnung auch weitere Post, vielleicht sogar von einem Inkassounternehmen. Die Betrüger wissen, wie viel Prozent ihrer Opfer bei welcher Mahnstufe zahlen. Mahnungen gehören also zum Geschäftsmodell. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Forderung berechtigt ist.  

Hinweis: Die Androhung eines Schufa-Eintrags ist meist Blendwerk. Das können nur Unternehmen, die von der Schufa anerkannt sind. Dubiose Abo-Firmen sind das nicht.

So widerrufen Sie

Wer zahlt, verliert sein Geld. Das ist unnötig. Wer die Sache ignoriert, steht am Ende ohne Beweise da. Das ist zwar möglich und spart Zeit, aber es bleibt ein Restrisiko.

Der Königsweg liegt im Widerruf, versendet per Fax mit Protokoll oder per Einschreiben mit Rückschein, möglichst innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen. Aber auch danach macht die Sache Sinn, denn die Frist verlängert sich bei fehlenden Angaben.

Zum kostenlosen Musterbrief gegen Internet-Abzocke (Erwachsene).

Gibt es gar keine Adresse für einen Einspruch, dokumentieren Sie dies über einen Screenshot des Impressums. Haben Sie Ihre Bankdaten angegeben und es kommt zu Abbuchungen, weisen Sie diese sofort über Ihre Bank zurück. Das geht auch nachträglich.

Hier finden Sie das kostenlose Formular zum Widerspruch bei einer Abbuchung.

Hinweis: Bezahlen Sie nie Rechnungen, um später zu widersprechen. Die Zahlung selbst kann bereits als Anerkennung des Vertrags gewertet werden.   

Erschrockene Frau vor dem PC

Weitere Artikel

article
7820
Abofalle: So widerufen Sie
Sie sitzen in der Abofalle? Das geschieht leider häufiger als man glaubt, auch versierten Internet-Usern. Wir raten: Wer hereinfällt, sollte mit Gelasse...
/news/ratgeber/abofalle-so-widerufen-sie
31.07.2017 10:25
http://www.advopedia.de/var/advopedia/storage/images/news/ratgeber/abofalle-so-widerufen-sie/151859-1-ger-DE/abofalle-so-widerufen-sie_contentgrid.jpg
Ratgeber

Kommentare