Totschläger als Sexspielzeug

Freitag, 13.11.2015 DOD

Zu den Geheimnissen einer glücklichen Ehe gehört wohl in den seltensten Fällen ein Totschläger im Schrank, und genau den fand die Polizei bei einer Hausdurchsuchung. Doch der sei ausschließlich zur sexuellen Befriedigung seiner Frau gedacht, erklärte der Ehemann darauf den staunenden Beamten…

Dass sich so manche Frau nach ein paar Jahren Ehe einen Totschläger wünscht, das könnte man ja sogar noch nachvollziehen. Aber dass sie ihn zur sexuellen Befriedigung benutzt, klingt dann doch schon weniger glaubhaft. Und rechtlich in Ordnung ist es sowieso auf keinen Fall: Schon der Besitz dieser Waffe wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe sanktioniert. 

Auch „Sexspielzeug“ fällt unter das Waffengesetz

Die Behauptung, es habe sich um ein von ihm und seiner Ehefrau genutztes Sexspielzeug gehandelt, beflügelte vielleicht die Phantasie der Beamten, überzeugen konnte der Mann damit aber weder die Polizei vor Ort noch später die Richter vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Ein Jahr Gefängnis auf Bewährung, so das Urteil, zumal der Totschläger nicht die einzige Waffe war, die im Haus gefunden wurde: Sprengstoff, halbautomatische Kurzwaffen und Munition lagerten ebenso bei dem Ehepaar.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Urteil vom 04. Februar 2015, Az. 2 StR 414/14

Paragraph 52 III, Waffengesetz (WaffG)

Munitions-Lippenstift

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Waffengesetz: Totschläger als Sexspielzeug
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13.11.2015 09:56
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