Verkehrssünder überweist seit Monaten zu viel Geld an die Polizei

Montag, 15.05.2017

Was tun, wenn man jeden Monat Geld überwiesen bekommt, das man gar nicht will? So geht es der Polizei Dortmund. Denn sie bekommt von einem Verkehrssünder seit Beginn 2016 jeden Monat das Verwarngeld für einen Strafzettel überwiesen. Wohl gemerkt, jeden Monat per Dauerauftrag. Jetzt sucht sie den unbekannten „Wohltäter“.

Eine Strafe, die längst beglichen wurde, bekommt die Polizei Dortmund trotzdem jeden Monat überwiesen. Es sind 30 Euro, die seit Januar 2016 jeden Monat auf ihr Konto eingehen. Jeden Monat überweist die Polizei das Geld zurück.

Knöllchen wird jeden Monat per Dauerauftrag bezahlt

Die Polizei Dortmund zog 2016 einen polnischen Autofahrer aus dem Verkehr – er war ohne Sicherheitsgurt gefahren. Dafür bekam er ein Knöllchen mit 30 Euro Verwarngeld. Daraufhin zahlte ein Freund des Mannes auch vorbildlich die Strafe an das angegebene Konto. Bei der Erstellung der Überweisung muss aber etwas schiefgegangen sein. Denn seitdem überweist er per Dauerauftrag jeden Monat erneut das Verwarngeld von Polen aus an die Polizei.

Dazu passend: Antrag Befreiung Gurtpflicht

Suche nach dem „Spender“ auf Facebook

Jetzt versucht es die Polizei Dortmund mit einem humorvollen Ausweg aus der Bredouille. Sie postete auf Facebook einen Aufruf, bei der Suche nach dem „unbekannten Spender“ behilflich zu sein. Denn der hat immerhin inzwischen 420 Euro überwiesen. Sowohl der Zahler als auch der eigentlich Bestrafte sind inzwischen unbekannt verzogen. Deshalb konnte der Dauerauftrag bislang nicht rückgängig gemacht werden.

Die Polizei begründete auch, warum ihre Recherche nach dem unbekannten Spender bisher erfolglos blieb. Da es nicht verboten ist, zu viel Verwarngeld zu überweisen und somit keine Straftat vorliegt, hat die Polizei keine rechtliche Handhabe, in Polen weitere Ermittlungen zu veranlassen. Auch der Versuch, den Zahler über die Bank zu kontaktieren, ist wohl gescheitert. 

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15.05.2017 12:01
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