Schluckspecht mit Zorro-Maske hält die Polizei in Atem

Montag, 13.07.2015 PK

„Kommen Sie schnell, hier ist ein verletzter Waschbär.“ Aufgeregte Bürger riefen die Polizei zu einem nächtlichen Einsatz in Hannoversch Münden. Was die Beamten dann allerdings vorfanden, verdient einen besonderen Platz in unserer Sammlung für kuriose Geschichten…

Die Polizisten trafen das Tier tatsächlich an. Verletzungen aber waren nicht festzustellen. Auffällig war lediglich der etwas torkelnde Gang des kleinen Pelztiers. Da der Waschbär aber offenbar keine Hilfe benötigte, ließen ihn die Beamten seines Weges ziehen, notierten aber, dass es sich hier wohl um eine „Verkehrsteilnahme im Zustand der Trunkenheit“ handelte.

Freiwilligen Alkoholtest abgelehnt

Doch der zweite Einsatz wegen des Störenfrieds ließ nicht lange auf sich warten: Diesmal war der Waschbär mitten auf der Fahrbahn unterwegs. Und das geht natürlich gar nicht. Die Beamten stellen sich also darauf ein, einen Platzverweis auszusprechen. Wieder registrierten sie den torkelnden Gang. Verkehrsregeln schien das Tier außerdem allenfalls als unverbindliche Empfehlung zu verstehen, und der Zustand der Trunkenheit hatte sich nicht gebessert. Im Gegenteil: Die Polizisten sahen noch, wie der alkoholisierte Waschbär in einem Gebüsch verschwand und sich hinlegte. Der angebotene freiwillige Alkoholtest ließ sich daraufhin ebenfalls nicht mehr vornehmen, weil der Schluckspecht mit der Zorro-Maske bereits in Tiefschlaf gefallen war.

Was sagt Frau Waschbär zu der Sauftour?

Vielleicht besser so! Denn wer weiß schon, warum sich der Waschbär dermaßen die Kante gegeben hat? Ärger mit Frau Waschbär vielleicht – da nimmt man(n) schon mal einen kleinen Umweg über die Schenke, damit die Welt wieder etwas fröhlicher aussieht… Aber das ist natürlich reine Spekulation. 

Kleiner Schluckspecht

Die Polizei vermutet vielmehr, der Waschbär habe vergorene Früchte gefressen. Ja, dass der sich kein Bier bestellt hat, wissen wir auch, liebe Polizei. Die Frage ist doch, ob er das womöglich regelmäßig tut, weil er an der unter Waschbären so verbreiteten Vergorene-Früchte-Fressucht leidet. Na ja – man soll ja nicht so viel typisch Menschliches in Tiere hineindeuten. Eines aber wird ihm dennoch nicht erspart geblieben sein: Der Kater am Morgen danach. Ob Frau Waschbär das gefallen hat?

Waschbär

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