Sodomie: Verbot verstößt nicht gegen Grundrecht des Menschen

Sonntag, 29.05.2016 MLK

Mensch und Mensch gehören zusammen. Tier und Tier gehören zusammen. NICHT zusammen gehören Mensch und Tier - wenn es um Sexuelles geht. Doch genau darüber beschwerten sich zwei „Tierliebhaber" und zogen deshalb sogar bis vor das Bundesverfassungsgericht…

§ 3 Satz 1 Nr. 13 TierSchG sagt: "Es ist verboten, ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen…“ Bei Verstoß droht eine Geldbuße von bis zu 25.000 Euro.

"Tierliebhaber" wehren sich

Doch zwei Männer wollten sich das nicht gefallen lassen und vor allem keine Geldbuße fürchten, wenn sie den Tieren gegenüber ihren Gefühlen freien Lauf ließen… Ihr Argument: Sie fühlten sich zu Tieren hingezogen und sahen sich deswegen in ihrem sexuellen Selbstbestimmungsrecht  und dadurch in ihrem Grundrecht verletzt.

Bundesverfassungsgericht fasst es nicht

Doch das BVerfG tat darauf das einzig Richtige: Es nahm die Sache gar nicht erst zur Entscheidung an. Die Begründung: „Zwar werde tatsächlich durch dieses Gesetz in das Selbstbestimmungsrecht der beiden Männer eingegriffen. Doch da dieser Eingriff einer anderen Sache dient, nämlich dem Wohlbefinden der Tiere, sei dies absolut gerechtfertigt.“ Sorry, "Tierliebhaber"!

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

BVerfG Beschl. v. 8.12.2015, 1 BvR 1864/14

§ 3 Satz 1 Nr. 13 TierSchG

Art. 103 Abs. 2 GG

Junges Pferd

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