Parkschaden: Mann erhält Fahrverbot von 52,5 Jahren

Sonntag, 08.03.2015 BJ

Weil ein Mann aus Düsseldorf beim Ausparken versehentlich mit der Anhänger-Kupplung ein anderes Auto rammte, erhielt er einen Strafbefehl wegen Unfallflucht: 750 Euro Geldstrafe und ein Fahrverbot von 630 Monaten…

Standardmäßig wurde der Strafbefehl von der Staatsanwaltschaft an das Amtsgericht Düsseldorf weitergeleitet. In routinierter Art und Weise unterschrieb darauf der zuständige Richter das Schriftstück. Dabei schien niemand bemerkt zu haben, dass rein rechnerisch der unfallflüchtige Mann so seinen Führerschein erst im Alter von 101 Jahren wieder hätte neu beantragen können. Dem beschuldigten Fahrer war dies jedoch definitiv zu lange, und er legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein.

Peinlich

In der mündlichen Verhandlung vor Gericht musste schließlich auch der zuständige Richter den Fehler eingestehen und gab zu, dass ihm dies „ein bisschen peinlich sei“. Auch dass dem Fahrer schlussendlich noch nicht einmal eine Fahrerflucht nachgewiesen werden konnte, steuerte nicht wirklich zur Entspannung bei. Das Verfahren wurde eingestellt - gegen eine Zahlung von 600 Euro. Teuer, trotz allem aber sicherlich besser als ein Fahrverbot bis ins hohe Rentenalter.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Amtsgericht Düsseldorf – (Verfahrenseinstellung nach § 153a StPO Anfang März 2015)

§ 153 a StPO

Skelett im Auto mit Handy

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08.03.2015 07:00
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