Die einfache, kleine Frage, die ein Leben retten kann

Freitag, 28.08.2015 PK

Jamie Harrington, ein Junge aus Dublin, ist gerade auf dem Weg zu einem Süßigkeitenladen. Da fällt ihm ein Mann auf, der über ein Brückengeländer klettert. Will der sich etwa in den Fluss stürzen? Jamie merkt sofort, dass mit dem Typ auf dem Geländer etwas nicht stimmt. Doch als der Junge sich nähert, sieht er, dass der Mann weint...

... und dass er kurz davor steht, sich das Leben zu nehmen. Jamie weiß, dass er einen verzweifelten Menschen in solch einer Situation nicht auf sich gestellt lassen kann. Aber woher soll er wissen, wie man einen Selbstmörder von seinem Plan abbringen kann. Jamie weiß es nicht. Aber er fragt den Mann: „Geht es Ihnen gut?“ 

Wichtig ist, den Anfang zu machen

Zyniker werden jetzt sagen: „Was für eine blöde Frage!“ Aber Zyniker liegen meistens falsch – diese simple Frage nämlich war der Beginn eines Gespräches, das den Mann schließlich dazu bewegte, vom Geländer herunterzuklettern und sich mit dem Jungen ans Flussufer zu setzen. Vier einfache Worte, die einem Menschen das Leben gerettet haben.

Eine Entscheidung des Herzens

Jamie vergaß unterdessen völlig, dass er eigentlich gar keine Zeit hatte. Und so bekam er auch nicht mit, dass ihr Gespräch bereits fast eine Stunde dauerte. Aber jetzt einfach aufzustehen und den Mann dort allein zurücklassen – das brachte der Junge nicht übers Herz. Davon, dass der Mann auf keinen Fall einen Notarzt wollte, ließ sich der 16-Jährige deshalb nicht beirren. „Ich könnte nicht schlafen, wenn ich wüsste, dass Sie hier allein herumlaufen“, erklärte er. Dann rief er den Rettungsdienst an.

Schöner kann Dank nicht sein

Bevor der Gerettete ins Krankenhaus gebracht wurde, tauschten die beiden ihre Handynummern aus. Einige Wochen später erhielt Jamie einen Anruf: Der Mann, der so verzweifelt gewesen war, dass er sterben wollte, bedankte sich. Wäre Jamie nicht gekommen, hätte sein Leben nur noch Sekunden gedauert. An die simple Frage denkt der Mann seither jeden Tag. Inzwischen erwarten er und seine Frau ein Baby – einen Jungen. Und einen passenden Namen für den neuen Erdenbürger haben die beiden auch schon: Jamie.

Helfende Hände

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