Waren „die“ schon hier? Die geheimen UFO-Akten der Regierung

Mittwoch, 19.11.2014 PK

Halten Sie dies lieber nicht für einen unserer  Scherze! Denn dieser Fall ist echt: Seit Jahren versucht ein Hobby-Forscher, Einblick in eine Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zu erhalten. Worum es dabei geht: Um die Resolution der Vereinten Nationen „A/33/426“ – der Suche nach außerirdischem Leben. Dafür ging er sogar schon vor Gericht.

Auf einem Foto, das ein Lufthansa-Pilot am 20.11.2009 über dem Nordatlantik bei Grönland aufnahm, ist etwas zu erkennen, das wie eine glühende Spinne aussieht. Doch der Kläger durfte nicht erfahren, was das in Wahrheit war. Der Bundestag wollte die Akte nicht einmal zum Lesen herausgeben. Eine geheime UFO-Verschwörung?

Science-Fiction oder Realität?

In der ersten Instanz, dem Verwaltungsgericht Berlin, hatte der Hobby-Forscher Frank Reitemeyer zwar gewonnen. Trotzdem bleibt die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der „VN-Resolution A/33/426 zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischen Lebensformen“ vorerst geheim.

Hartz-IV-Empfänger Reitemeyer jedenfalls fühlt sich in dem Prozess nicht richtig ernst genommen. Eigentlich kein Wunder: Der Mann war mal stellvertretender NPD-Kreisvorsitzender in Tempelhof-Schöneberg, und in dieser Eigenschaft hielt er Vorträge vor deutschtümelnden Verschwörungstheoretikern. 

Haben Aliens ihre Finger im Spiel?

Wie auch immer: Das Oberverwaltungsgericht Berlin hat jetzt in zweiter Instanz entschieden: Die UFO-Akten bleiben unter Verschluss, weil hier das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) nicht gelte. Das heißt: Weder die Öffentlichkeit noch einzelne Abgeordnete dürfen lesen, was in den UFO-Akten steht.

Die Begründung der Richter klingt, als hätten Außerirdische ihre Finger im Spiel: Der Bundestag muss also wissenschaftliche Unterlagen nur dann herausrücken, wenn sie sich auf öffentliche Verwaltungsaufgaben beziehen. 

…oder waren die Men in Black schon da?…

Somit unterliegen UFOs also der öffentlichen Verwaltung und wir werden nur dann darüber informiert, wenn sie irgendwo falsch parken oder illegal entsorgt werden. Geht klar. Es hat hier eben alles noch seine gute, altmodische Ordnung.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

OVG 12 B 3/12 und OVG 12 B 21/12

Alien

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