Verzweiflung, Hoffnung und Hilfsbereitschaft – so eng miteinander verknüpft…

Sonntag, 08.05.2016 PK

Wenn es anderen schlecht geht, können viele Menschen eines besonders gut - nämlich wegsehen. Denn das zynische Motto der heutigen Ellenbogengesellschaft scheint zu lauten: „Wenn jeder nur an sich denkt, dann ist an alle gedacht“. Zum Glück gibt es allerdings Ausnahmen, wie es die Amerikanerin Nicole Marie Heintz zeigt. Denn als sie das Leid eines ihr wildfremden Mannes wahrnahm, sah sie nicht weg, sondern handelte…

Diese kleine Geschichte ist ein besonders anrührendes Fundstück: Auf dem Weg zur Arbeit hielt Nicole Marie Heintz an einer Tankstelle an. Dort bemerkte sie einen Mann, der weinend an einer anderen Zapfsäule stand. Bei minus 12 Grad, nur mit Flipflops an den Füßen, die in löchrigen Socken steckten. Auf dem Rücksitz seines Autos hatten sich seine Töchter notdürftig in eine Decke gewickelt, auf dem Beifahrersitz saß seine Frau, die ihr Gesicht mit den Händen bedeckt hielt.

Ein Mann ohne Ausweg

Nicole Marie Heintz rührte diese Szene dermaßen, dass sie zu dem Mann hinlief und ihn ansprach. „Ich kann meine Familie nicht mehr versorgen“ sagte der Mann verzweifelt. Nicole Marie Heintz dachte darauf keine Sekunde lang nach, sondern nahm ihre Kreditkarte und ließ ihn sein Auto volltanken. 

Spontane Hilfe ist gar nicht schwer

In diesem Moment stieg seine Frau aus und wollte wissen, was hier vor sich ging. Auch sie trug nur einen schmutzigen, zerrissenen Mantel – und Nicole Marie Heintz nahm sie an die Hand und führte sie zu ihrem Auto, auf dessen Rückbank zufälligerweise aussortierte, aber saubere Kleidung lag, die eigentlich für die Altkleidersammlung vorgesehen waren. „Nehmen Sie sich, was Sie brauchen,“ sagte sie. Und die fremde Frau lief sofort zu ihrem Auto zurück, um ihre beiden Töchter zu holen. Aufgeregt wühlten darauf die drei in den Jacken, Jeans und T-Shirts und zogen sich sofort frische Sachen über ihre durchgefrorenen Körper.

Vorbild sein heißt Wunder bewirken

Inzwischen hatte sich eine Menschentraube um die Familie gebildet. Und ein kleines Wunder geschah: Ein Mann schenkte der Familie einen Gutschein, ein anderer überließ dem Vater seine eigene Jacke. Nicole Marie Heintz hatte in ihrem ganzen Leben noch nie so viele Menschen gesehen, die so freundlich zu einer Familie waren, die keiner von ihnen kannte. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb die Amerikanerin deshalb wenig später: „Dieser Tag gab mir Hoffnung. Hoffnung darauf, dass Liebe ansteckend sein kann.“ Wir können in der gegenwärtigen Situation in Deutschland viel von dieser Frau lernen: Dass wir zwar nicht allen gleichzeitig helfen können, die Hilfe brauchen, aber dass jeder von uns aber wenigstens einem helfen kann. Und unsere Gesellschaft hätte ein neues Motto: „Wenn jeder jeden Tag einem anderen hilft, dann ist allen geholfen“.

Wir wünschen allen Müttern einen wunderschönen Muttertag!

Rotes Herz

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