Flüchtiger beißt in Streifenwagen – Schaden 4.300.- €

Donnerstag, 20.11.2014 BJ

Dass sich die Polizei regelmäßig mit widerspenstigen Betrunkenen oder sonstigen Randalierern herumschlagen muss, ist nichts Neues. Mit einem tätlichen Angriff von „Richard“ haben die Beamten aber nicht gerechnet.

Hengst „Richard“ hält wohl nicht viel von Männern in Uniform: Nachdem er ausgebüxt war, wollte er sich nicht ohne weiteres der Staatsmacht beugen. Kurzentschlossen schnappte er sich deswegen einen Streifenwagen des Landes Nordrhein-Westfalen und biss mehrmals kräftig zu. 

Kein Respekt vor Staatseigentum

Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 4.300.- €. Die Motorhaube, der Dachholm sowie beide Türen wurden beschädigt. Nachdem die Pferdehaftpflichtversicherung nur 3.000.- € des entstandenen Schadens ersetzen wollte, klagte das Land Nordrhein-Westfalen vor dem Amtsgericht Remscheid auf Zahlung der restlichen 1.300.- €. Und das Gericht sah den Reparaturaufwand zum Werterhalt des Dienstfahrzeugs als gerechtfertigt an, da dieses nur geleast war. 

Tiere sind strafrechtlich privilegiert

Obwohl nach solchen Vorfällen eine strafrechtliche Verfolgung des Übeltäters wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung die Regel ist, wird Richard natürlich ungeschoren davonkommen. Ganz im Gegensatz zu seinem Besitzer: Dieser wird wohl die restlichen Kosten für die Reparatur aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Amtsgericht Remscheid Urt. v. 28.05.2014 Az. 43 C 25/14

§ 823 BGB

Lachendes Pferd

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