Fußballchefs werden ungern auf der Toilette fotografiert

Sonntag, 14.12.2014 BJ

Weil ein ehemaliger Bundesligaprofi seinen Trainer beim Toilettengang fotografierte, wurde ihm fristlos gekündigt. Besonders ärgerlich für den Fotografen war, dass er eigentlich seinen Teamkollegen vor der Linse vermutete.

Eigentlich sollte es nur ein „Scherz“ unter Kollegen sein, als der ehemalige Bundesligaprofi nach einer Teambesprechung in der Toilette begann, Fotos von seinem Kabinennachbarn zu schießen. Dass es sich bei dem aber nicht wie erwartet um einen Mitspieler, sondern um den Trainer höchstpersönlich handelte, merkte der Übeltäter schnell, aber zu spät. Doch der Fotografierte hatte für den misslungenen Gag gar kein Verständnis. Und so folgte ohne Wenn und Aber die fristlose Kündigung.

War doch nur ein Streich!

Vor Gericht begründete der Verein den Rausschmiss damit, dass durch das Verhalten des Fußballers das Vertrauensverhältnis unwiederbringlich zerrüttet worden wäre. Das sah die zuständige Richterin am Arbeitsgericht in Saarbrücken aber anders und erklärte die Kündigung für unwirksam. Damit ist die Sache aber vermutlich nicht erledigt, da davon auszugehen ist, dass der Verein in Berufung gehen wird. Wir werden berichten...

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Arbeitsgericht Saarbrücken Urt. v. 05.11.2014, Az. 4ca 621/14

§ 622 ff. BGB

Toilette

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Fußballtrainer auf der Toilette fotografiert: Kündigung
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14.12.2014 12:05
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