Jetzt geht’s los! Was man allerdings unbedingt wissen muss, wenn man mit dem Auto zur Fußball-EM will…

Montag, 06.06.2016 PK

Nizza, Marseille und Paris! Was für Namen, was für Städte! Und genau dort sowie in sieben weiteren Stadien findet heuer die Fußball-EM 2016 statt. Da bietet sich für deutsche Fans eine hübsche Frankreich-Rundreise an. Natürlich mit dem eigenen Wagen. Doch auf die französischen Verkehrsregeln sollte man vorbereitet sein…

Denn seit den Anschlägen im November vergangenen Jahres herrscht in Frankreich der Ausnahmezustand. Das wirkt sich auch auf den Straßenverkehr, vor allem aber auf mögliche Grenzkontrollen aus. Eventuell muss man sich also auf längere Wartezeiten einstellen. 

Regelverstöße werden teuer

Viele deutsche Autofahrer wissen auch nicht: In Frankreich werden zum Teil wesentlich höhere Bußgelder verhängt als hierzulande! Besonders streng geahndet wird jedwede Ablenkung am Steuer. Dazu gehört das Herumkramen im Handschuhfach ebenso wie das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung. Alles, was beim Autofahren irgendwie stört, ist verboten. Und wer sich beim „Abgelenktsein“ erwischen lässt, ist bis zu 1.500 (!) Euro Bußgeld los.

Bitte alle im gleichen Trikot

Generell besteht in Frankreich die Pflicht, eine gelbe Warnweste zu tragen, wenn man wegen einer Panne das Fahrzeug verlassen muss. Das gilt nicht nur für den Fahrer, sondern für alle Insassen. Man muss also ausreichend Westen an Bord mitführen. Wer ohne Warnweste angetroffen wird, zahlt bis zu 750 Euro Bußgeld.

Vorsicht: Hier beginnt der Strafraum 

Ein gelber, unterbrochener Streifen am Fahrbahnrand bedeutet Parkverbot. Ist der Streifen durchgezogen, bedeutet das absolutes Halteverbot. Besser, man hält sich dran, denn die Polizei verwendet sogenannte Parkkrallen, die das Auto am Wegfahren hindern, bis das Bußgeld bezahlt ist. Und mit dem Abschlepper sind die Jungs auch ganz schön fix.

Rote Karte für gefährliches Spiel

Auch das Tempolimit ist bei unseren Nachbarn keine unverbindliche Empfehlung: Auf Landstraßen gelten 90 km/h, auf Autobahnen 130 km/h. Wer diese Werte deutlich überschreitet, kann hier ebenso mit bis zu 1.500 Euro belegt werden. Radarwarngeräte und Navigationsgeräte mit entsprechender Funktion sind übrigens verboten. Und neben einem Bußgeld ist zusätzlich damit zu rechnen, dass die Polizei solche Geräte kurzerhand beschlagnahmt. Und was die wenigsten wissen (zum Teil noch nicht einmal die Franzosen selber): Nicht nur erlaubt, sondern sogar vorgeschrieben ist: Autofahrer müssen einen eigenen Alkoholtester an Bord haben. Es gelten übrigens dieselben Promille-Grenzen wie bei uns.

Deutsche Fußballfans im Auto

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