Hollywood-Star Tom Hanks: für einen Unfall verklagt, an dem er gar nicht beteiligt war

Freitag, 01.04.2016 PK

Tom Hanks hat ein echtes Sorgenkind: Chet, der ältere seiner beiden Söhne, kriegt offenbar seine Drogensucht nicht in den Griff. Denn kürzlich baute er mit dem Auto einen Crash, bei dem ein Motorradfahrer verletzt wurde. Für dessen Schaden soll jetzt Vater Tom Hanks geradestehen…

Die Sorgen um ihren aus der Bahn geworfenen Sohn Chet (laut Geburtsurkunde „Chester Marlon“) reißen bei Vater Tom Hanks und Mutter Rita Wilson nicht ab: Chet musste sogar in eine Entzugsklinik eingewiesen werden. Gebracht hat der Aufenthalt dort offenbar nicht viel, denn als der 25-Jährige im Februar 2015 auf einen Motorradfahrer auffuhr, soll er angeblich schon wieder unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben.

Versuchen kann man es ja...

Bewiesen ist das mit den Drogen nicht – aber immerhin gibt es ein Indiz: Chet Hanks soll dem verletzten Motorradfahrer nahegelegt haben, doch besser auf die Polizei zu verzichten. Das jedenfalls behauptet der Mann jetzt und fordert Schadensersatz. Aber da er wohl ahnt, dass beim Schauspieler-Sprössling nicht viel zu holen sein wird, hat er vorsorglich auch gleich dessen ebenso berühmte wie wohlhabende Eltern verklagt: Tom Hanks und Rita Wilson.

... wenn man es richtig hindreht...

Der 59-jährige Tom Hanks („Forrest Gump“, „Der Soldat James Ryan“) äußerte sich bisher nicht dazu - die Klage gegen ihn dürfte wohl auch etwas überraschend daherkommen. Auf die Begründung zur Klage trifft das jedenfalls ohne Einschränkung zu: Unfallopfer Terry Moogan gibt Tom Hanks selber die Schuld am Unfall, weil es sein Wagen war, der ihm hinten drauf gebrummt ist. Und das hätte die Hollywood-Legende verhindern können, wenn er seinem Sohn ganz einfach den Wagenschlüssel vorenthalten hätte… Weil er aber genau das nicht getan hat, gilt Tom Hanks jetzt nach Auffassung des geschädigten Klägers als Unfallbeteiligter!

... und am Ende damit durchkommt

Also nach deutschem Recht käme der Mann mit solcher einer abstrusen Vorstellung nicht durch. Zumal die Deckungssummen der Kfz-Haftpflicht-Police für solche Fälle immer ausreichen. Aber in Amerika ist alles möglich. Wie viel Geld der Mann fordert, haben seine Anwälte noch nicht verraten. Sie verrieten lediglich soviel: „Unser Mandant hat Kopfverletzungen davongetragen.“ Was immer das konkret heißt – es hört sich verdammt teuer an...

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Haftung im Straßenverkehr §§ 7 und 18 StVG

Tom Hanks

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01.04.2016 13:17
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