„Zu viel Farbe“: Rassismus-Vorwurf gegen Cher

Donnerstag, 23.10.2014 HH

Eben noch war die 68-jährige auf ihrer Tournee "Dressed to kill" in 49 Städten ein gefeierter Star, nun hat ihr ehemaliger dunkelhäutiger Choreograph und Bühnentänzer Kevin Wilson sowie zwei weitere Angestellte Klage gegen sie eingereicht.

Ein Aufschrei geht durch das Show-Business: Ausgerechnet Cher, die sich von Anfang an in ihren Liedern, ihrem Leben und ihren Bühnenshows heftig und mutig über Konventionen der Gesellschaft hinweg gesetzt hat, soll nun selbst zur Rassistin geworden sein.

I got you babe

Angeblich habe ihr beim Casting für ihre neue Bühnentour missfallen, dass ihr Choreograph von einer minderjährigen, dunkelhäutigen Tänzerin begeistert gewesen war. Sie hatte daraufhin befunden, dass in ihrer Show "zu viel Farbe sei" und angeordnet, dass zwei dunkelhäutige Tänzerinnen und Wilson selbst entlassen wurden. Auch sollten keine weiteren Dunkelhäutigen mehr eingestellt werden. 

Wer den Pfennig nicht ehrt…

Offiziell musste man Kosten sparen. Das wirkt etwas grotesk, zumal Cher mit 600 Millionen US-Dollar Nettovermögen als reichste Künstlerin der Welt vom "Rolling Stone Magazine" betitelt wurde. Nur Paul McCartney hat da noch etwas die Nase vorn.

Sollten sich die Vorwürfe tatsächlich bewahrheiten, droht der Frau, die selbst eine Cherokee-Indianerin als Mutter und einem Armenier als Vater hat, eine Schadensersatzzahlung von 10 Millionen Dollar. 

It´s not a White World, Cher.

No parking in white zone, Rassismus

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23.10.2014 08:30
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