Josh Hutcherson und das Dschungelcamp: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt

Mittwoch, 19.11.2014 DLK

Das könnte ein Eigentor gewesen sein. Josh Hutcherson, bekannt als eher gefühlsvoller Peeta Mellark in der Erfolgsreihe „Tribute von Panem“, erklärte öffentlich, gerne einmal Menschenfleisch probieren zu wollen. „Man könne sehr wohl wissen wollen, wie Menschenfleisch schmeckt“, so der Star, „genauso, wie man gerne wissen wolle, wie Tauben schmecken“. Hoffen wir, dass der morgige Kinostart zum dritten Teil keinerlei solcher kulinarischen Leckereien zu bieten hat…

Wenn der Tellerinhalt komisch wird

Pünktlich zur Bekanntgabe der ersten Dschungelkandidaten des RTL-Schlagers „Ich bin ein Star hol mich hier raus“ passt dieses Statement von Josh Hutchersons außerdem wundervoll, denn auch im Dschungel wird gefr…gegessen, was sonst nicht wirklich üblich ist.

Nicht üblich oder verboten?

Kannibalismus ist ein Tabu.Und nicht nur ein Nahrungstabu. Es ist es nicht wie im Tierreich, wo diese Verhaltensweise des Öfteren vorherrscht. Fische, Alligatoren, Schlangen und Frösche fressen gerne ihre Artgenossen. Menschen tun es eben nicht. Oder doch? Denn Kannibalismus, so ahnt man heute, ist in verschiedenen Formen schon vor bis zu 800.000 Jahren vorgekommen. Die Gründe dafür waren vielfältig: Tradition, Rituale, religiöse oder gar sexuelle Hintergründe gaben genügend Anlass für manch leckeren Leichenschmaus.

Der Kannibale von Rotenburg

Eine der bekanntesten modernen Geschichten um dieses Thema ist der Kannibale von Rotenburg. Vor 12 Jahren tötete Armin Meiwes einen Mann und verzehrte anschließend Teile von ihm. Interessant wir die Sache dadurch, dass die Beiden sich im Internet durch eine Art „Suchanzeige“ kennengelernt hatten - der Eine wollte fressen, der Andere gefressen werden. Dennoch wurde Meiwes wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Guten Appetit

Allein der Verzehr von Menschenfleisch ist gesetzlich nicht verboten. Justitia eilt aber natürlich sofort zur Stelle, wenn erst getötet und dann gegessen wird. Das dürfte Josh Hutcherson erfreuen. Ob allerdings irgendwann einmal in Leichenschauhäusern Take-aways eröffnet werden, wagen wir ernsthaft zu bezweifeln.

Innereien

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