Susan Sarandon kämpft um das Leben eines Todeskandidaten

Dienstag, 29.09.2015 PK

Bereits am 16. September sollte Richard Glossip (52) im US-Staat Oklahoma hingerichtet werden. Doch die Exekution wurde gestoppt, weil inzwischen erhebliche Zweifel an der Schuld des angeblichen Mörders bestehen. Und allen voran setzt sich die Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon für den Mann ein…

Wie im Film „Dead Man Walking“,  in dem Susan Sarandon eine Nonne spielte, die sich gegen die Todesstrafe einsetzt, tut sie es jetzt auch im wirklichen Leben: Die 68-jährige Oscar-Preisträgerin will die Hinrichtung eines Mannes in Oklahoma verhindern. Ob ihr das gelingt, werden wir heute gegen 20 Uhr wissen. Denn der Exekutionstermin ist auf heute, 15 Uhr Ortszeit, verschoben worden.

Wochenlanges Warten auf den Tod

Ursprünglich sollte Richard Glossip schon vor rund zwei Wochen per Giftspritze hingerichtet werden, weil er im Jahr 1997 einen Mord in Auftrag gegeben haben soll. Nach Ansicht von Susan Sarandon ist Glossip aber unschuldig: Denn der einzige Zeuge, selbst mitangeklagt, hatte sich im Prozess mehrfach in Widersprüche verstrickt.

Pizza statt Begnadigung 

Seine Henkersmahlzeit hat Richard Glossip bereits bestellt: Pizza, Fish and Chips, dazu einen extra großen Erdbeershake. Dieses wahrscheinlich letzte Essen in seinem Leben wird ihm heute Mittag in seiner Zelle serviert, bevor er, auf eine Pritsche geschnallt, einen intravenösen Giftcocktail verabreicht bekommt. 

Die Gouverneurin hat das letzte Wort

Doch hat er überhaupt noch eine Chance, dass seine Strafe in „lebenslänglich“ umgewandelt wird? Theoretisch ja: Die Gouverneurin Mary Fallin könnte ihn begnadigen. Doch ob diese schlussendlich dem öffentlichen Druck nachgibt, der von Hollywoodstar Susan Sarandon ausgelöst wurde, werden wir bald wissen. Unmöglich scheint es - zumindest in einem Land, in dem auch schon mal Schauspieler Präsident werden können -  nicht zu sein. So wirft Susan Sarandon publikumsträchtig der US-Justiz Versagen vor: „Richard Glossip vertraute der Justiz. Doch die hat ihn im Stich gelassen.“ Wir werden sehen und berichten.

Susan Sarandon

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29.09.2015 16:59
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