AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd: Hätte er doch bloß nicht so eine große Klappe

Montag, 20.04.2015 PK

Kommenden Dienstag muss sich der Drummer von AC/DC in Neuseeland vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Er soll Drogen besessen und einem Handwerker mit Mord gedroht haben…

Aber was kümmert einen echten Rocker schon so ein läppisches Verfahren? Es geht ja bloß um eine siebenjährige Haftstrafe – und die sitzt der Mann doch auf einer Backe ab… wäre da nicht die Sache mit der Band! Denn Rudd ist nun logischerweise auf der AC/DC-Europatournee (von Mai bis Juli neunmal in Deutschland) nicht dabei. Als Ersatz-Trommler springt nun ein ehemaliges Bandmitglied für ihn ein: Chris Slade.

Ob er je zu AC/DC zurück darf?

Für Rudd könnte dies das endgültige Aus bei AC/DC bedeuten. „Er ist nicht mehr der Phil, den wir aus der Vergangenheit kennen“, sagte vor kurzem Gitarrist Angus Young (59). Ein vieldeutiger Satz. Dabei dauert der Prozess gegen Phil Rudd voraussichtlich nur einen Tag, wenn die Einschätzung seines Anwaltes denn stimmt. Aber den Job dürfte er wohl für längere Zeit los sein – ob er nun hinter Gitter muss oder nicht.

Einbahnstraße Highway to Hell

Mit Mord hat der Musiker wohl nicht nur dem Handwerker gedroht, sondern bereits zuvor einem anderen Gesprächspartner. Und der tritt jetzt als Zeuge auf. Da wird es kaum noch helfen, dass Rudd selbst alle Vorwürfe zurückweist. Und womöglich wird dieser Prozess sein ganz persönlicher „Highway to Hell“, in dem der ins Deutsche übersetzte Vers vorkommt: „Ich bin auf dem Highway zur Hölle, und ich geh den ganzen Weg runter…“ Das Ende vom Lied...allerdings kein schönes...

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

§ 241 StGB Bedrohung:

„(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, dass die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.“

Rockkonzert

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Gerichtsverfahren gegen AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd
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20.04.2015 06:45
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