Soldat schießt seinem Kameraden versehentlich eine Kugel in den Kopf

Donnerstag, 26.03.2015 BJ

Der damals 23-jährige Soldat wollte vor dem Schlafengehen im Feldlager in Afghanistan noch einmal seine Dienstwaffe überprüfen. Dabei achtete er nicht darauf, dass er seine Waffe während der Prüfung ausgerechnet auf den Kopf seines damals 21-jährigen Kameraden richtete, der nur knapp einen Meter entfernt auf einem Feldbett saß... 

 Zudem hatte der Soldat davor entgegen der klaren Vorschriften noch nicht einmal das geladene Magazin aus der Waffe entfernt, woraufhin sich der verhängnisvolle Schuss löste.

Der Dienstherr ist Schuld 

Wie durch ein Wunder überlebte der Kamerad schwerverletzt, leidet aber bis heute unter starken Schmerzen und ist nur noch 50% arbeitsfähig. Das Gericht stellte darauf fest, dass bei diesem Vorfall die verantwortliche Bundeswehr durch den „Ungehorsam des Soldaten“ ihre Amtspflicht verletzt hätte und verurteilte das Bundesverteidigungsministerium dazu, dem Opfer ein Schmerzensgeld in Höhe von 25.000 Euro zu zahlen. Der unvorsichtige Schütze wurde fristlos entlassen.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

LG Bonn 1 O 348/14

Art. 34 GG, § 839 Abs. 1 BGB

Bundeswehrhelm

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„Ungehorsam des Soldaten“: Schmerzensgeld nach Kopfschuss
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