Tierarzt will seinen dienstlich genutzten Ferrari steuerlich absetzen

Montag, 24.11.2014 BJ

Zum Rechtsstreit kam es, da ein Tierarzt zu betrieblich veranlassten Fahrten immer mit seinem Ferrari Spider fuhr und dafür vor dem Finanzamt entsprechend hohe Betriebskosten geltend machte. Dafür setzte er keine (übliche) Kilometerpauschale von 0,30 € an, sondern stattliche 14.- € pro gefahrenem Kilometer.

Das Finanzamt hielt 14.- € pro Kilometer jedoch für völlig unangemessen und war bereit, 1.- €  pro Kilometer anzuerkennen. Da das dem Mann zu wenig war, zog er vor das Finanzgericht, welches ihm darauf immerhin 2.- €  pro Kilometer zusprach, schließlich hatte er für jede Fahrt auch sorgfältig ein Fahrtenbuch geführt.

Es bleibt sein Privatvergnügen

Doch das war dem Mann immer noch zu wenig, und so zog er vor den Bundesfinanzhof, der dem Tierarzt nun endgültig dessen Forderungen um die Ohren schlug. Denn von allem abgesehen hatte der Arzt noch nicht einmal einen plausiblen Grund vorweisen können, weshalb er zu Fortbildungsveranstaltungen etc. immer mit einem Luxussportwagen vorfahren musste. „Prestige-Gründe“ ließen die Richter dabei nicht gelten. 2.- € seien bei einer durchschnittlichen Fahrtkostenberechnung für Fahrzeuge der Oberklasse okay und müssten genügen. Peinlich.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Bundesfinanzhof Urt. v. 29.04.2014, Az. VIII R 20/12

§ 4 Abs. 4, 5 S. 1 Nr. 7 EStG

Ferrari

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