„Die Weihnachtsfeier“

Dienstag, 02.12.2014 Ingo Lenßen

Türchen zwei: Die Weihnachtsfeier

Wenn der Chef auf einer Weihnachtsfeier zu großzügig ist, löst das eine Steuerpflicht des Arbeitnehmers aus. Wie bitte? Tatsächlich darf die Weihnachtsfeier nur 110.- € pro Teilnehmer kosten, sonst verlangt das Finanzamt Geld.

Keine Feier ohne Geier

Was aber passiert, wenn unerwartet weniger Leute teilnehmen als angemeldet waren? Dann ist mehr Essen da, als man eigentlich bräuchte, und der eine oder andere isst dann vielleicht mehr als seine steuerfreien 110.- €…

Tatsächlich hatte das ein findiger Beamter spitzgekriegt, und, weil eben die 110.- € überschritten wurden, Steuern verlangt.

Man kann es auch übertreiben

Zum Glück sahen das die Richter vom Finanzgericht Düsseldorf etwas lockerer und meinten:  Durch den Verzehr der übrig gebliebenen Gänsekeulen wären dem Arbeitnehmer keine „Geldwerten Vorteile“ zugeflossen. Also keine Steuern.

Das Finanzamt gibt nicht auf

Dass uns aber die Gänsekeule doch noch im Halse stecken bleibt – und sei es vor Lachen - dafür sorgt die Revision der Finanzverwaltung beim Bundesfinanzhof. Entschieden ist die Sache also noch nicht – zumindest nicht in diesem Jahr. Deshalb: Vorerst guten Appetit!

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Lohnsteuerrichtlinien – LStR 19.5; Urteile des Bundesfinanzhofes: VI R 55/07 und VI R 79/10, Finanzgericht Düsseldorf :11 K 908/10 L, Bundesfinanzhof: VI R 7/11

Sind Weihnachtsfeiern steuerpflichtig?

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02.12.2014 11:30
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