Mutterschutz soll auch für Studentinnen und Praktikantinnen gelten

Mittwoch, 15.03.2017

Jetzt ist es sicher: Der Mutterschutz soll reformiert werden. Zukünftig sollen auch Studentinnen, Schülerinnen und Praktikantinnen davon profitieren. Auch selbständige Mütter sollen besser abgesichert werden.

Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig teilte der „Passauer Neuen Presse“ mit, dass sich die Koalition jetzt auf die Reform des Mutterschutzes geeinigt habe. Bisher konnten nur erwerbstätige Frauen im Angestelltenverhältnis vom Mutterschutz Gebrauch machen. So haben schwangere Arbeitnehmerinnen etwa das Recht, von gefährlichen oder körperlich anstrengenden Aufgaben befreit zu werden. Eine wichtige Errungenschaft ist in dem Zusammenhang auch der bezahlte Mutterschaftsurlaub vor und nach der Geburt des Kindes.

Was ändert sich am Mutterschutz?

Sobald das Mutterschutzgesetz offiziell reformiert wurde, dürfen auch Studentinnen, Schülerinnen und Praktikantinnen von den Vorteilen des Mutterschutzes profitieren. Auch selbständig tätige Mütter sollen dann besser abgesichert sein. Zudem sollen einige Neuregelungen den Alltag von frisch gebackenen Müttern erleichtern.

Neue Erleichterungen für junge Mütter

So werden Mütter von Kindern mit Behinderung vier Wochen länger Mutterschaftsurlaub erhalten. Auch der Kündigungsschutz von Frauen, die eine Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche erlitten haben, soll verlängert werden. Im bisherigen Mutterschutz gilt außerdem ein absolutes Arbeitsverbot an Sonn- und Feiertagen für Schwangere. Zukünftig sollen die werdenden Mütter selbst entscheiden können, ob sie an diesen Tagen arbeiten wollen oder nicht. Das Gleiche gilt für Arbeitszeiten zwischen 20 und 22 Uhr. Sofern die Frau zu dieser Zeit arbeiten möchte, kann ihr Arbeitgeber ein Genehmigungsverfahren bei der Behörde anstreben.

Arbeitsverbot bei medizinischen Berufen

Frauen, die in medizinischen Berufen tätig sind, wird bisher in vielen Fällen nach der Feststellung der Schwangerschaft ein Arbeitsverbot erteilt. Damit sollen Mutter und Kind vor gefährlichen Infektionen geschützt werden. Mit dem neuen Mutterschutzgesetz wird es kein Arbeitsverbot mehr gegen den Willen der Schwangeren geben. 

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15.03.2017 12:34
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