Hochstapler behandelte als Zahnarzt hunderte Patienten

Donnerstag, 22.01.2015 BJ

In Mönchengladbach trieb ein 33-jähriger Hochstapler jahrelang sein Unwesen. Mit gefälschten Zeugnissen arbeitete der Mann unbehelligt in drei verschiedenen Zahnarztpraxen. Bis sich die Fehler häuften …

Immerhin hatte er wenigstens ein paar Semester Zahnmedizin studiert. Doch als sein Vater im Sterben lag, sei er durch die Prüfungen gerasselt, rechtfertigte sich der Mann. Er wollte seine Familie damit aber nicht belasten und baute schließlich eine erfundene, heile Welt auf. Dazu fälschte er Zeugnisse und bewarb sich erfolgreich als Zahnarzt. Jahrelang konnte er so sein Lügengebilde aufrechterhalten. Noch nicht einmal seine Frau -eine Zahnarzthelferin- wusste von dem Schwindel.

„Prüfuksausschuss“

Erst nachdem er in drei Zahnarztpraxen gearbeitet hatte und sich im Laufe der Zeit die Kunstfehler häuften, flog der Schwindel auf, und der Mann kam vor Gericht. „Viel zu spät“, meinten die Richter, und verurteilten ihn zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Zudem zeigte sich das Gericht erstaunt, dass der Schwindel nicht schon viel früher aufgeflogen war. Allein die Fälschung des Abschlusszeugnisses war schon ziemlich mies: Denn dort stand beispielsweise „Prüfuksausschuss“ statt „Prüfungsausschuss“…

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Amtsgericht Mönchengladbach Urt. v. 02.12.2014, Az. 92 Ls 40/14

§§ 263, 267 StGB

Gebiss

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Kunstfehler: Hochstapler gibt sich als Zahnarzt aus
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22.01.2015 07:00
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