Kirche kündigt einer Pornodarstellerin fristlos

Dienstag, 11.11.2014 BJ

Tagsüber war sie als Erzieherin in einer Wohngruppe für Behinderte tätig, in ihrer Freizeit produzierte sie Hardcore-Pornos. Ihr Arbeitgeber, die evangelische Kirche, fand das Ausziehen aber wenig anziehend und sprach die Kündigung aus.

Dafür hatte die 38-Jährige Erzieherin, die sich auf ihrer Website als „sehr zeigefreudig“ deklarierte, wenig Verständnis. Sie war der Meinung, dass man ihr doch nicht den Sex verbieten und vor allem ihr niemand vorschreiben könne, was sie außerhalb ihrer Arbeitszeit „so treibe“. Trotzdem kündigte ihr die evangelische Diakonie, wogegen die Frau vor das Arbeitsgericht zog.

Erotik ja, aber eben nicht öffentlich!

Die Richter gaben der Frau zwar im Grundsatz Recht, erklärten die Kündigung schlussendlich aber doch für rechtens. Denn bei Arbeitsverträgen mit der Kirche gibt es eine Besonderheit: Die Kirchen haben ein verfassungsrechtlich geschütztes Selbstbestimmungsrecht, wonach sie die Verpflichtungen von Arbeitnehmern weitgehend mitbestimmen dürfen. Und dies galt in diesem Fall eben auch für das außerdienstliche Verhalten.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Arbeitsgericht Augsburg Urt. v. 23.10.2014 Az. 10 Ca 1518-14

§§ 622 ff. BGB

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11.11.2014 08:00
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