Im Büro besser keine Wertsachen liegen lassen...

Freitag, 22.01.2016 MLK

Sie fühlen sich in Ihrem Büro wohl, haben sich schön eingerichtet, ein Bild von Ihrer Frau auf dem Schreibtisch - blöd nur, wenn dann plötzlich Schmuck und Uhren im Wert von 20.000 Euro aus Ihrer Schublade verschwunden sind…

So erging es einem Mann, der in seiner Büro-Schreibtischschublade privaten Schmuck und Uhren im Wert von 20.000 Euro eigentlich nur kurzfristig lagerte. Denn er wollte die Sachen gleich am Feierabend zur Bank bringen. Das vergaß er dann aber, weil tagsüber soviel im Büro los war. 

Weg! 

Nach ein paar Tagen stellte er jedoch entsetzt fest, dass die Schublade aufgebrochen und die Wertsachen verschwunden waren. Seine Bürotür stand jedoch unversehrt offen. Doch diese hätte nur mit einem Generalschlüssel geöffnet werden können, zu dem nur der Arbeitgeber Zugriff hatte. Offensichtlich war der Schlüssel jedoch schlampig verwahrt worden. Deshalb sollte nun der Chef für den Diebstahl haften.

Kein Ersatz für Privates!

Grundsätzlich ist ein solcher Gedanke nicht falsch. Doch eine solche Haftung gilt nicht für Dinge, die nichts am Arbeitsplatz verloren haben. Und weil die Wertsachen nichts mit dem Job des Mannes zu tun hatten, musste ihm die Firma auch keinen Schadensersatz zahlen - selbst wenn die Schlüsselverwahrung offensichtlich schlampig gewesen war. 

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

LG Hamm, Klagerücknahme v. 21.1.2016, 18 Sa 1409/15

Alter Safe im Büro

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Keine Haftung: Diebstahl von privaten Wertsachen im Büro
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22.01.2016 07:15
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