„Gefährlicher Weihnachtsstress“

Sonntag, 21.12.2014 Ingo Lenßen

Türchen einundzwanzig: Gefährlicher Weihnachtsstress

Einer quengelt immer – in dieser Situation vergaß eine Mutter, die Kerzen auf dem Adventskranz auszupusten, und verließ kurzerhand mit ihrem Kind die Wohnung. Der Vater saß außerdem schon mit zwei weiteren Kindern im Auto und hupte in einer Tour, während die Mutter verzweifelt versuchte, den letzten störrischen Sprössling in den Wagen zu befördern, um zur Ablenkung auf den Weihnachtsmarkt zu fahren. Es kam, wie es kommen musste: Feuer in der Wohnung. Doch bei solchem Stress ist das „keine grobe Fahrlässigkeit, die zur Leistungsfreiheit der Versicherung führt“. Das jedenfalls war die Ansicht des Oberlandesgerichtes Oldenburg.

Folge: Die Versicherung muss zahlen! Dennoch wird diese Familie wohl zukünftig aufmerksamer sein, wenn sie ihre Wohnung wieder einmal fluchtartig verlässt…

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Oberlandesgerichtes Oldenburg (2 U 161/99)

Keine grobe Fahrlässigkeit bei nachgewiesenem Stress

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Keine grobe Fahrlässigkeit bei nachgewiesenem Stress
Türchen einundzwanzig: Gefährlicher Weihnachtsstress
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21.12.2014 07:00
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