Fünfeinhalb Jahre Haft für erfundene Vergewaltigung

Montag, 03.11.2014 BJ

Wir hatten bereits darüber berichtet: Eine Lehrerin hatte behauptet, dass sie von einem Kollegen vergewaltigt worden sei. (Die angebliche Vergewaltigung der Heidi K.) Nun muss die Frau selbst für fünfeinhalb Jahre hinter Gitter.

Das wahre Opfer war der frühere Kollege der Lehrerin. Dieser musste, obwohl er unschuldig war, als gebrandmarkter Vergewaltiger für fünf Jahre ins Gefängnis. Sämtliche Versuche, das Gericht von seiner Unschuld zu überzeugen, schlugen fehl. Das Gericht war sich sicher, dass die Lehrerin die Wahrheit gesagt hatte.

(Zu) späte Gerechtigkeit

Die Pädagogin wird nun für ihre Tat büßen müssen. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe bestätigte das Urteil der Strafkammer vom Landgericht Darmstadt, welches eine fünfeinhalb jährige Haftstrafe verhängte. Doch auch dieser kleine Trost kommt zu spät: Im Jahre 2012 starb der gepeinigte Lehrer im Alter von 53 Jahren an Herzversagen.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Bundesgerichtshof Karlsruhe Beschl. v. 22.10.2014, Az. 2 StR 62/14

§§ 333 ff. StPO

Verzweifelter Mann

Weitere Artikel

article
3138
Haft für erfundene Vergewaltigung
Wir hatten bereits darüber berichtet: Eine Lehrerin hatte behauptet, dass sie von einem Kollegen vergewaltigt worden sei. (Die angebliche Vergewaltigung...
/news/aktuell/haft-fuer-erfundene-vergewaltigung
03.11.2014 08:01
http://www.advopedia.de/var/advopedia/storage/images/media/images/verzweifelter-mann-getty_images/55662-1-ger-DE/verzweifelter-mann-getty_images_contentgrid.jpg
Aktuell

Kommentare