Guru muss 150.000 Euro nach Betrug zurückzahlen

Montag, 28.12.2015 DOD

Sechs Jahre lang hatte das Allgäuer Ehepaar zehn Prozent seines Bruttolohnes an den Guru in der Schweiz bezahlt. Der Esoteriklehrer hatte dafür seinen „Meisterschülern“ - so nannte er die Eheleute - versprochen, das Geld an bereits Verstorbene zu transferieren. Denn diese könnten als Überirdische besser erkennen, wie das Geld zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden könnte…

Das Ehepaar glaubte, mit der guten Tat, sprich den finanziellen Gaben auf seinem meditativ-spirituellen Weg weiter zu kommen. Der Guru jedoch folgte ganz eigennützigen Interessen: Er steckte das Geld in die eigene Tasche. „Zu Recht“, wie er später dem Gericht glauben machen wollte. Denn „er habe ja schließlich Coaching- und Beratungsleistungen erbracht“. 

Richter sehen es nüchtern: Es ist Betrug

Das Oberlandesgericht (OLG) in München hielt dagegen nichts von Übersinnlichem oder von spirituellem Guru-Coaching: Für die Richter war es schlicht und einfach  Betrug, und der Guru musste die 135.000 Euro zurückzahlen. 

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Oberlandesgericht München, Urteil vom 10. Dezember 2015, Aktenzeichen: 21 O 697/14

Yoga-Meditation

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28.12.2015 07:05
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