„Die Reiserücktrittsversicherung"

Montag, 22.12.2014 Ingo Lenßen

Türchen zweiundzwanzig: Die Reiserücktrittsversicherung

Leider gar nicht so selten haben Richter auch zu Weihnachten mit den Folgen von Ehestreitigkeiten zu tun. So hatte sich z. B. in einem Münchner Fall ein Ehepaar derart in die Haare gekriegt, dass die Frau entschied, nicht mehr auf eine bereits gebuchte Kreuzfahrt mit zu gehen. 

Folglich versuchte der Mann, die Reisebuchung kostenlos zu stornieren. Und obwohl er jeden nur denkbaren Trick anwendete (ärztliche Atteste über seine innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Angstgefühle und niedergedrückte Stimmung), musste die Reiserücktrittsversicherung nicht zahlen. Denn eine Kreuzfahrt, so meinte jedenfalls das Amtsgericht München, hätte den vor der Scheidung stehenden Kläger vielleicht sogar wieder etwas aufgemuntert. Folge: Der Mann musste notgedrungen die Reise voll bezahlen, obwohl er sie gar nicht erst antrat…

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Amtsgericht München (181 C 15698/00)

Ehelicher Streit: Keine Reiserücktrittsversicherung

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22.12.2014 07:00
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