Im nächsten Urlaub dran denken: Machen Sie Konfetti aus Ihrer Bordkarte!

Freitag, 13.11.2015 PK

Was soll das jetzt wieder? Nun, Sie werden überrascht sein, welchen Schaden Bösewichte mit einer liegen gelassenen Bordkarte anrichten können. Denn dieses simple Stück Papier verrät mehr über ihren Besitzer, als viele glauben…

Amerikanische Sicherheitsexperten warnen seit neuestem, dass die Bordkarte Informationen zum Passagier und dessen Reiseverlauf enthält, die besser nicht in unbefugte Hände gelangen sollten. Denn sie verrät viel mehr, als man in den Ziffern und Buchstaben auf den ersten Blick erkennt, und vor allem der Barcode enthält Daten, die niemanden etwas angehen. Aber genau die kann im Grunde jeder auswerten: Im Internet finden sich sogar Webseiten, mit denen sich verschiedene Barcode-Typen erkennen und analysieren lassen, schreibt die „FAZ“.  Man sollte daher gut auf die Bordkarte aufpassen, damit nach dem Urlaub nicht das böse Erwachen folgt.

Plötzlich hängen Sie irgendwo fest

Doch was fängt Mister Bösewicht jetzt damit an? Er kann zum Beispiel online die Buchungsdaten des Ticketbesitzers ändern. Auf den Internetseiten vieler Fluglinien reichen schon Nachname und Buchungsnummer für Stornierungen oder Umbuchungen. Auf diese Weise gelingt es, den Rückflug zu annullieren, sofern das Opfer noch nicht eingecheckt hat. Folge: Sie kommen erst einmal nicht nach Hause, ohne ein neues Ticket zu kaufen.

Altes Passwort raus, neues Passwort rein

Zweifler werden jetzt einwenden, die Kundendaten wären im Internet doch nur mit einem PIN-Code einsehbar. Kluger Einwand, aber ein bisschen voreilig! Denn die meisten Fluggesellschaften bieten als Kundenservice die Möglichkeit, ein „vergessenes“ Passwort durch ein neues zu ersetzen – innerhalb von Sekunden und ganz einfach per E-Mail. 

Wozu ein Risiko eingehen, das vermeidbar ist

In den Fällen, in denen die Airline keine neue PIN schickt, sondern über Sicherheitsfragen („wie lautet der Mädchenname Ihrer Mutter?“) einen direkten Zugriff auf das Nutzerprofil zulässt, bedienen sich die Täter anderer Quellen wie zum Beispiel soziale Netzwerke, wenn dort persönliche Angaben nicht ausreichend vor fremdem Zugriff geschützt sind. Das Fazit: Wozu ein Risiko eingehen, wenn es so leicht ist, die Bordkarte auf keinen Fall im Flieger liegenzulassen, sondern am Ende der Reise in kleine Schnipsel zu zerreißen...

Bordkarte

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Barcode: Informationsdaten-Klau auf Bordkarte
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13.11.2015 09:46
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