Alles für die eigene Karriere: Juristin verabreicht Chefin Abführmittel

Dienstag, 27.06.2017

Drei Jahre Haft und umgerechnet knapp 38.000 Euro Schmerzensgeld wegen Körperverletzung: So lautet das Urteil gegen eine  tschechische Juristin, die ihren Konkurrenzkampf im Büro mit besonders perfiden Mitteln geführt hatte. Die Verurteilte vergiftete ihre Chefin über Jahre hinweg mit Abführmitteln. Besonders vor wichtigen Verhandlungen schlug sie immer wieder zu.

Bereits seit 2013 klagte eine tschechische Juristin der staatlichen Verwaltung wiederholt über Durchfall und Erbrechen. Sie wurde von heftigen Bauchkrämpfen geplagt, hinzu kamen Schwindel, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Nachdem die konsultierten Ärzte keinen Auslöser für die anhaltenden gesundheitlichen Probleme finden konnten, wurde über eine Vergiftung spekuliert.

Täterin aus dem eigenen Team

Eine Untersuchung des Trinkwassers im Büro bestätigte 2016 den Verdacht. Laboranalysen ergaben eine hohe Konzentration des Abführmittels Laxigalu – und eine versteckte Kamera führte schließlich auf die Spur der Täterin.

Es handelte sich um eine 55-jährige Mitarbeiterin, die dabei gefilmt wurde, wie sie der Vorgesetzten eine große Portion des Abführmittels in die Trinkflasche mischte. Die Täterin verrührte das  Mittel mit einem Kugelschreiber, womit der beigemischte Stoff kaum noch zu erkennen war.

Hartes Urteil  wegen rücksichtslosem Karriere-Wahn

Das Gericht in Prag begründete sein hartes Urteil im Mai 2017 unter anderem damit, dass die Täterin kein Geständnis abgelegt hatte. Auch Reue für die  jahrelange Körperverletzung an der Vorgesetzten sei nicht erkennbar gewesen. E Verurteilung auf Bewährung könne es damit nicht geben.

Die karriereversessende Juristin muss für drei Jahre ins Gefängnis und zudem ihrer Chefin für die Körperverletzung ein Schmerzensgeld in Höhe von einer Million Kronen (knapp 38.000 Euro) zahlen.

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27.06.2017 10:24
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