Jäger müssen auf Alkohol verzichten – Sonst ist die Waffenerlaubnis weg

Samstag, 27.08.2016 BJ

Schon eine alte Jagdweisheit sagt: „Der Jäger ward noch nicht gefunden, dem Tabak, Wein und Weib nicht munden.“ Doch dass das auch ganz schnell den Verlust der Jagderlaubnis mit sich bringen kann, wird dabei offenbar immer wieder gerne verdrängt…

Eins, zwei Schnapserl…kein Problem! Die Hand war trotzdem ruhig. Deshalb ging ein Kölner auf die Jagd, obwohl er eine gute Menge Alkohol konsumiert hatte. Und wie sich herausstellte tatsächlich mit Erfolg: Der Mann erlegte zielsicher einen Rehbock mit nur einem Schuss.

Egal!

Doch von den Kölner Polizeibeamten, welche zufällig des Weges kamen, durfte er kein Lob erwarten. Im Gegenteil: Es erfolgte eine Alkoholkontrolle und der sofortige Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis. Das wiederum sah der nun Ex-Jäger überhaupt nicht ein und klagte.

Entweder - oder!

Ohne Erfolg! Denn das Bundesverwaltungsgericht stellte nun in letzter Instanz fest, dass es völlig egal sei, ob der Mann Ausfallerscheinungen gezeigt habe oder eine konkrete Gefahrensituation entstanden sei. Allein der vorhandene Alkoholpegel habe ausgereicht, um im Sinne des Waffengesetzes als unzuverlässig zu gelten. Der Entzug der Waffenerlaubnis war demnach rechtens.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Bundesverwaltungsgericht Urt. v. 22.10.2014, Az. 6 V 30.13

§ 5 WaffG

Wein und Jagd

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